Suche
  • Alice Ludwig Gemuesig

3 Gewürze, die viel mehr können als nur guten Geschmack 🌱#sekundäre Pflanzenstoffe #Gewürze

Aktualisiert: 8. Nov 2019



Gewürze verwenden wir eigentlich primär für den Geschmack.

Das ist wunderbar, aber noch nicht alles.

Welche Gewürze man zu einem Gericht hinzufügt, kann auch Einfluss auf unsere Gesundheit haben, denn Gewürze enthalten Substanzen, die eine gute Ernährung noch besser machen können.



Gut eingesetzt unterstützen sie den Körper gegen unerwünschte Eindringlinge und Krankheiten.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von gesundheitsförderlichen Gewürzen sind Farbstoffe, Scharf- und Bitterstoffe, sowie ätherische Öle, die zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen gehören.

Heute stelle ich euch meine 3 Lieblingsgewürze vor, erkläre was sie bewirken können und wie du sie regelmäßig in deinen Mahlzeiten integrieren kannst.


1. Kurkuma


Kurkuma ist das Gewürz, das typischerweise in den meisten Currymischungen steckt und diese gelb einfärbt.

Dank seiner sekundären Pflanzenstoffe (Farbstoff Curcumin) hat Kurkuma entzündungshemmende Eigenschaften.

Kurkuma kann helfen Entzündungen und somit zum Beispiel das Risiko für Arthritis zu vermindern.

Einigen chronischen Erkrankungen liegen außerdem entzündliche Prozesse zugrunde (u.a. Arthritis, Rheuma, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ). Hier kann Kurkuma unterstützend verwendet werden.

Das enthaltene Curcumin ist auch für seine antikanzerogenen Eigenschaften bekannt.

So kann der regelmäßige Verzehr von Kurkuma langfristig positiv oder aber präventiv wirken.

Auch auf Ingwer treffen diese Eigenschaften zu, denn die etwas schärfere Wurzel ist botanisch gesehen mit Kurkuma verwandt.


Verwendung in der Küche:

Kurkuma verfeinert den Geschmack von Getränken wie: Tees oder Smoothies und schmeckt großartig in einem Kurkuma-Latte.

Eignet sich als Zutat für Dips oder kann praktisch in Pulverform über jede Speise gegeben werden.

Die frische Knolle erhälst du auf alle Fälle im Bio-Laden.

Kurkuma ist nicht so scharf wie Ingwer, er schmeckt eher mild-würzig und ein klein wenig bitter. Mit etwas schwarzem Pfeffer gemischt kann es im Körper besser aufgenommen werden.



2. Knoblauch


Knoblauch stärkt das Immunsystem und unterstützt unser Herz-Kreislauf-System.

Allicin heißt das schwefelhaltige ätherische Öl, das dem Knoblauch seinen Duft verleiht. Allicin ist das wirksamste Sulfid (sekundärer Pflanzenstoff) des Knoblauchs.

Die Sulfide wirken antibakteriell, gehen somit Bakterien an den Kragen, und schützen unsere Gefäße.

Neben Knoblauch können aber auch Zwiebeln und Lauch mit Sulfiden dienen.


Verwendung in der Küche: Bekanntlich kann man Knoblauch roh verzehren oder auf verschiedene Arten in der warmen Küche verwendet werden.

In der Pfanne mitgebraten, geröstet oder in einem frisch zubereiteten Kartoffelpüree, leckeren Saucen und Dips... Tzatziki mit ganz viel frischem Knoblauch😋.



3. Chilis, Chilischoten, Peperoni, Peperoncini oder Pfefferschoten


Jetzt wird es gleich noch etwas schärfer. Chili wirkt schmerzlindernd und durchblutungsfördernd, regt den Stoffwechsel ( Thermogenese und Energiestoffwechsel ) an und das dank des Inhaltsstoffs Capsaicin, der dem Chili auch die Schärfe verleiht.

Damit sich die Wirkung entfaltet, sollte man Chilis in Gerichten etwas länger ziehen lassen.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn du empfindlich auf den Schärfe-Kick reagierst...also lieber die Dosis langsam steigern. Bei empfindlichen Menschen (besonders die mit empfindlichen Magen) und Kleinkinder gilt es scharfe Speisen lieber zu meiden.


Capsaicin erregt die Nerven in der Mundschleimhaut, die für die Wahrnehmung von Wärme- und Schmerzreizen verantwortlich sind.

Die Schärfe ist also keine Geschmacksart, wie salzig, süß, bitter, sauer oder umami, sondern eine Schmerzreaktion.


Wusstest du, dass die Schärfe der Chilischoten in Schärfegraden, den sogenannten Scoville-Einheiten ( Scoville Heat Units, SHU) gemessen wird?

Es bietet sich also für Chili-Einsteiger an, eine etwas mildere Variante zu testen.


Verwendung in der Küche:

Wie wäre es mal wieder mit einem köstlichen Chili sin Carne?



Alle drei Gewürze, die ich dir nun vorgestellt habe, haben Gemeinsamkeiten, sie wirken aufgrund der Pflanzenstoffe entzündungshemmend, antibakteriell und antioxidativ.

Du siehst mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich der Kampf gegen entzündliche Erkrankungen unterstützen oder aber du hilfst deinem Körper, diese erst gar nicht zu bekommen. So kannst du leckeres Essen nicht nur noch schmackhafter machen, sondern auch vorbeugend etwas für deine Gesundheit tun.


In jedem Fall aber gilt:

Bring Farbe auf deinen Teller, denn jedes pflanzliche Lebensmittel hat sein ganz eigenes Spektrum an wertvollen Inhaltsstoffen und auch das wollte ich dir mit diesem Artikel mitteilen.


Bleibt gesund ❣️






Literatur: Schiborr C, Kocher A, Frank J: Curcumin. Grundlagen der Resorption und des Metabolismus. Ernährungs-Umschau 11/2015, S. M636ff; https://www.ugb.de/exklusiv/fragen-service/ist-scharfes-essen-schaedlich/scharfstoffe-capsaicin; Groeneveld.; Leitzmann C.: Gesundheit kann man essen. dtv, München 1997 Watzl, B.; Leitzmann, C.: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. Hippokrates Verlag, Stuttgart 1995


  • Instagram
© Copyright 2018-2020 by Alice Ludwig