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  • Alice Ludwig Gemuesig

Salz- auf die Dosis kommt es an. Frisches punktet 😊

Das Angebot an Salzen hat sich in den letzten Jahren enorm vergrĂ¶ĂŸert und so hat sich Salz heutzutage zu einem ModegewĂŒrz etabiliert. Es gibt reichlich Sorten ĂŒber deren gesundheitlichen Nutzen gerne diskutiert wird und Salz wird allzu hĂ€ufig bedenkenlos verwendet.

So ist es fĂŒr die meisten von uns nicht mehr aus dem Essen wegzudenken. Salz steht eigentlich ĂŒberall zum WĂŒrzen auf dem Tisch, gehört in den Kochtopf, ohne Salz fehlt etwas in der Suppe...

Besonders aber das versteckte Salz in verarbeiteten Lebensmitteln sollte uns bewusster werden, denn vor den gesundheitlichen Folgen eines zu hohen Salz-Konsums wird gewarnt.



Bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist die Speisesalzzufuhr zu hoch.

Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS), die vom Robert Koch-Institut durchgefĂŒhrt wird, belegt das 80 Prozent der MĂ€nner ( 10 g /tgl.) und 70 Prozent der Frauen (8,4 g/tgl.) mit ihrem tgl. Salzkonsum ĂŒber dem Soll liegen. Überwiegend in Form von verarbeiteter Lebensmittel, denn meistens zu hoch ist der Gehalt in Wurst, Fleisch, KĂ€se und teilweise auch im Brot.


Aber wie viel Salz uns eigentlich gut tut wissen die wenigstens und den meisten Menschen ist gar nicht bewusst welche Mengen sie mitunter pro Tag aufnehmen.

Da eine hohe Salzaufnahme keine gesundheitlichen Vorteile bringt und sich unter bestimmten UmstĂ€nden sehr nachteilig auswirken kann, lautet die einheitliche Empfehlung fĂŒr Erwachsene, die tĂ€gliche Salzaufnahme auf eine Menge von maximal 6 g/Tag zu begrenzen.

Dies entspricht in etwa einem Teelöffel Salz – inklusive Salz in den bereits genannten verarbeiteten Produkten.

Eine Salami-Pizza aus der TiefkĂŒhltruhe ist nicht gerade das vollwertigste Essen. Sie enthĂ€lt neben viel Fett und Kalorien im Schnitt ĂŒber 5 g Salz und manch eine sogar noch mehr.

Ein mĂ€ĂŸig aktiver erwachsener Mensch hierzulande benötigt etwa 1,4 Gramm Salz pro Tag, um den Verlust auszugleichen, der durch das Ausscheiden ĂŒber Urin und Schweiß entsteht.

Wer viel schwitzt, viel Sport treibt, viel Wasser trinkt und niedrigen Blutdruck hat, braucht evtl. etwas mehr davon...


Dennoch erfĂŒllt Salz in unserem Körper wichtige Funktionen, denn Salz enthĂ€lt Mineralstoffe ohne die unser Organismus nicht funktionieren wĂŒrde.

Salz setzt sich zusammen aus Natrium und Chlorid. Dies sind Mineralstoffe, die insbesondere wichtig sind fĂŒr die Regulation unseres Wasserhaushaltes und der Blutdruckregulation . Sowohl der Mineralstoff Natrium als auch Chlorid mĂŒssen dem Körper also in bestimmter Höhe ĂŒber die Nahrung zugefĂŒhrt werden.

Aber ein Zuviel ist nun mal von den meisten Dingen nicht förderlich.

Bei einer ĂŒberhöhten Salzmenge ist es so, dass es dem Körper Wasser entzieht und fĂŒr das Herz ist nun schwerer dagegen anzupumpen, so das der Blutdruck steigen kann. Ein hoher Blutdruck ist nun wiederum die Ursache fĂŒr Herzerkrankungen oder Schlaganfall und dies ist mit einem Anteil von knapp 40 % die hĂ€ufigste Todesursache.

Zuviel Salz macht unsere Zellen "steif", auch wenn es zur Aufrechterhaltung des FlĂŒssigkeitshaushalts der Zellen benötigt wird, denn Natrium macht den Transport von Stoffen in und aus den einzelnen Körperzellen erst möglich.


Allerdings muss man auch sagen, dass Menschen unterschiedlich auf Salz reagieren.

Bei Salzsensitiven kommt es zur Blutdrucksteigerung, aber auch Ältere oder Übergewichtigen gehören zur Risikogruppe.

Ein sparsamer Umgang mit Salz schĂŒtzt jedoch nicht nur vor zu hohem Blutdruck, sondern wird auch mit einem verringerten Risiko fĂŒr Magenkrebs, Nierensteine und Osteoporose in Verbindung gebracht.

Wer also prÀventiv seinen Salzkonsum im Auge behÀlt hat gute Chancen bis ins Hohe Alter gesund zu bleiben.

Aber wie kannst du nun deine Salzzufuhr besser regulieren und deinen Salzkonsum auf sparsam regulieren?

Natrium wird in Deutschland hauptsĂ€chlich (80–90 %) zusammen mit Chlorid als Speisesalz (NaCl, Natriumchlorid) ĂŒber die Nahrung zugefĂŒhrt und Hauptquelle fĂŒr Natrium sind verarbeitete Lebensmittel, denn Speisesalz wird u. a. aufgrund seiner geschmacksgebenden und konservierenden Eigenschaften gerne den Produkten zugegeben.

Dadurch ist das Problem mit Natrium eher ein ‘zu viel’ als ‘zu wenig’

Wer dazu ĂŒbergeht mit KrĂ€utern und anderen GewĂŒrzen seine Speisen zu verfeinern, kann die Salzmenge verringern und auch der Geschmack leidet nicht. Vielmehr lernt man andere Geschmacksnuancen kennen und bereichert daher die Gaumenfreuden.

Jedes Essen aus purer Gewohnheit nachzusalzen muss demnach nicht sein und man kann hier achtsamer werden.

Auf unverarbeitete naturbelassene Lebensmittel, besonders Obst und GemĂŒse, zurĂŒckzugreifen ist auf alle FĂ€lle auch hier die bessere Alternative und bei der Zubereitung frischer Speisen hast du es selbst in der Hand wie viel Salz du hinzufĂŒgst. Fertiggerichte enthalten extrem viel Salz und geben meistens nicht die NĂ€hrstoffe, die der Körper benötigt.

Wer gerne Brezeln oder anderes SalzgebĂ€ck mag, der kann anstellte der gesalzenen Variante auch mal die mit Sesam oder KĂŒrbiskernen ausprobieren.

In einer vollwertigen pflanzlichen und gesunden ErnĂ€hrung sollten NĂŒsse nicht fehlen und die genießt man am besten ungesalzen.

Wer sich vollwertig pflanzlich und naturbelassen ernĂ€hrt genießt in Sachen Salzkonsum ganz klare Vorteile, denn auch pflanzliche Speisen mit einem hohen GemĂŒseanteil liefern dir auf natĂŒrlichem Weg einen Beitrag zur Natriumversorgung. So kommt Natrium in vielen Pflanzen in verschiedenen Mengen vor.

Zum Salzen bieten sich hier auch getrocknete Tomaten an oder Sellerie, denn dieser zĂ€hlt zu den salzigsten GemĂŒsesorten.

Vor allem kann man bei frischen Nahrungsmitteln selbst entscheiden, wann und wie viel man salzt, denn auf die Dosis kommt es an.


Guten Appetit ❀



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