Die Vorteile einer vollwertigen pflanzenbasierten Ernährung sind genau wie die bunte Auswahl an Lebensmitteln vielfältig, denn sie bescheren uns nicht nur eine gesündere Ernährung, sondern wir beeinflussen durch unsere Lebensmittelwahl maßgeblich das Leben auf unserem Planeten.

Das Tierleid hat mich dazu bewegt meinen Konsum von tierischen Produkten zu hinterfragen und als ich mir darüber bewusst war, welche Veränderung ich damit herbeiführen kann habe ich mich davon befreit.

778 Millionen Tiere, exklusive der Fische aus der Aquakultur werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet.

Den Tieren wird in der Massentierhaltung kein schönes Leben bereitet. Die Bilder und Berichte der Medien dürften mittlerweile für sich sprechen. 98 Prozent der verzehrten tierischen Produkte stammen nach wie vor aus der Massentierhaltung. Die häufigen Anti­biotika­ga­ben in der Massentierhaltung fördern die Bildung resistenter Bakterien, was langfristig dazu führen wird, dass selbst die sogenannten Reserveantibiotika ihre Wirksamkeit verlieren.

Um unsere Umwelt steht es nicht besser, denn bis zu 7-16 kg Getreide werden für ein Kilo Rindfleisch an die Tiere verfüttert. Allein in Deutschland werden 67% des angebauten Getreides an Tiere verfüttert.

Mit dieser Getreidemenge könnten mehrfach so viele Menschen ernährt werden.

Ein Drittel der weltweiten Getreideernte verschwindet im Magen der Tiere, die für den Fleischkonsum gezüchtet werden. In Anbetracht der wachsenden Weltbevölkerung ist dies keine effektive Methode, um den Hunger zu bekämpfen.

Die Folgen der Getreideverschwendung sind noch weitgreifender: Wir benötigen u.a. immer größere Ackerflächen. Naturbelassene Flächen müssen dafür in Agrarland umgewandelt werden, die Artenvielfalt wird gemindert und wichtige Lebensräume zerstört. 

Die sogenannte Nutztierhaltung fördert außerdem die Abholzung des Regenwaldes: Von diesem wird im Amazonasgebiet 80% für den Futtermittelanbau gerodet.

Die Tierzucht verursacht mehr CO2 als das gesamte weltweite Verkehrsaufkommen.Vor allem Wiederkäuer haben einen sehr hohen CO2-Ausstoß.

Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. 

Nahezu 70 % der Treibhausgasemissionen unserer Ernährung lassen sich auf tierische Lebensmittel zurückführen, auf pflanzliche Produkte dagegen nur etwa 30 % (Quelle WWF).  

Laut Water Footprint Network sind für die Produktion eines Kilo Fleisches 16.000 Liter Wasser nötig ( ein Kilo Weizen benötigt 1.350 Liter).Gleichzeitig haben aktuell 800 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser - Tendenz steigend.

Ich habe hier nur einen kleinen Einblick vermitteln können. Es gibt so viele Gründe, den Fleischkonsum zu überdenken.

Jedes Mal, wenn wir Messer und Gabel zur Hand nehmen, können wir also nicht nur entscheiden, ob es uns gut geht, sondern auch, ob wir ein Stück die Welt verbessern möchten.

 

Jede Mahlzeit zählt.

Jede Mahlzeit zählt

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